Rückblick 38. Wilseder Forum

Vom 1. bis 3. Oktober 2010 fand wieder das Wilseder Forum statt. Zum 38. Mal trafen sich homöopathieinteressierte Medizinstudenten und Studenten aus homöopathischen Arbeitskreisen und genossen ein Wochenende, welches unter dem Thema „Homöopathie erleben – Arzneimittel aus dem Pflanzenreich“ stand. Zum zweiten Mal fand das Forum nun in Essen im Haus am Turm statt, was auch dieses Mal nicht enttäuschte.

Die Teilnehmer des Wilseder Forums

Am Freitagnachmittag präsentierte Dr. Niels Grundmann einige Fälle aus der Praxis, bei denen am Ende jeder zum Repertorisieren angeregt wurde. So bot der Nachmittag direkt einen praktischen Einstieg in homöopathische Arbeitsweisen. Nach dem Abendessen konnten wir den Tag der Anreise bei einem netten Lagerfeuer ausklingen lassen. Dank Marthas Spitzenidee, Zutaten für einen Stockbrotteich einzupacken, gab es dann, nach einer erfolgreichen Suche nach Stöcken im tiefschwarzen Wald, leckeres Stockbrot in den Geschmacksrichtungen süß und salzig.

Nach einem kleinen erfrischenden Morgenspaziergang begann am Samstag das eigentliche Thema des 38. Wilseder Forum. Als Dozentin kam Anne Rütten, homöopathisch arbeitende Ärztin aus Aachen. Im Gepäck hatte sie einen „Kleingarten“. Anne Rütten hielt einen Vortrag über die Nachtschattengewächse oder auch Solanaceae. Der genannte „Kleingarten“ bestand natürlich nur aus Pflanzen dieser Familie, wie Giftbeere, Aubergine, Atropa belladonna (Tollkirsche), Paprika, Kartoffel, Aubergine, Tomate und einige mehr. Fast alle dieser Früchte durften wir probieren (und haben es überlebt) .

Am Samstagnachmittag fanden nun die normalerweise immer von freitags bekannten Workshops statt. Jeder, der anderen etwas von seinen Fähigkeiten aus einem bestimmten Bereich zeigen wollte, konnte einen Workshop anbieten. Als weitere Neuerung konnte nun jeder zwei Workshops belegen. Das ermöglichte denen, die selber einen Workshop geleitet hatten, auch an einem anderen teilzunehmen. Diesmal dabei waren: Handreflexzonenmassage, Physiotherapie, Rhythmische Massage, Bachblütentherapie, Reiki und ein Einführungsvortrag zur Homöopathie.

Der Nachmittag verging damit viel zu schnell und nach dem Abendessen wartete der „Bunte-Abend“, der auch in diesem Jahr wieder seine ganz eigene Note bekam, weil immer wieder neue Gesichter, die das Wilsede Forum besuchen, ihren Teil zur Gemeinschaft beitragen und diesen leben lassen, mitunter bis in die frühen Morgenstunden.

So war das Aufstehen am Sonntagmorgen für den ein oder anderen nicht so leicht, aber nach einem leckeren gemeinsamen Frühstück mit Kaffee, Müsli und frischen Brötchen waren die grauen Zellen wieder zum Empfang bereit. Wir erfuhren durch Katja etwas von der Homöopathischen Verreibung, d.h. der Herstellung homöopathischer Medikamente. Anschließend gab es von Beate Stock-Schröer, Mitarbeiterin der Carstens-Stiftung, einen Vortrag zur Arzneimittelprüfung und den dazu in Deutschland herrschenden Richtlinien.

Abschließend stellte uns Judith mit einem Quiz die Carstens-Stiftung vor, bei dem besonders die Globuli und Placebo-Globuli, welche sie als Preise verteilte, Freude erregten. Aber natürlich nicht nur die – auch die Leistung und das Engagement der Carstens-Stiftung, die uns jedes Jahr aufs Neue das Wilseder-Forum finanziell ermöglicht, Promotionsseminare und –Kolloquien anbietet, die Etablierung der Homöopathie an medizinischen Fakultäten unterschützt sowie vieles anderes mehr, begeistert uns immer wieder. Schön, dass es sie gibt!

Mit den obligatorischen Wahlen – Wahl des neuen Orga-Teams, Wahl des Themas für das nächste Forum – und der Evaluation ging wieder ein buntes und lehrreiches Wilseder-Forum zu Ende.

Jedes Forum bekommt seinen eigenen Charakter, dadurch, dass immer wieder neue Gesichter dazu stoßen, kennengelernte beim nächsten Mal wegbleiben, und einige vertraute wieder dabei sind. So war auch das 38. Wilseder Forum wieder ein tolles Wochenende, bei dem neben verschiedensten homöopathienahen und –fernen Gesprächsthemen, auch der Wunsch als Student, mehr über die Homöopathie zu erfahren, erfüllt wurde.

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