Rückblick 40. Wilseder Forum

An einem wunderschönen spätsommerlichen Herbstwochenende trafen sich mal wieder 25 Homöopathie-begeisterte und interessierte Medizinstudentinnen und –studenten in Essen-Werden am Haus am Turm.

Trotzdem wir schon den 30. September 2011 schrieben, waren die Nächte mild, um am Lagerfeuer mit Stockbrot gemütlich beieinander zu sitzen, zu debattieren, zu diskutieren oder einfach nur die Zeit zu genießen.

Wenn doch da nicht noch etwas gewesen wäre… – ein Besuch von Feuerwehr, Rettungswagen und Polizei. Nicht dass unser Feuerchen außer Kontrolle geraten wäre. Nein! – ein Schwelbrand wütete im Haus. Referent und Lebensretter Dr. Uli Koch und Nachwuchsförderkönigin Dr. Beate Stock-Schröer entdeckten gemeinsam todesmutig die vernebelten Gänge unseres Domizils und informierten uns zur Rettung unseres Gepäcks (ganz nach Leitlinien :-) ) sowie die 112, welche postwendend mit acht (!) Löschzügen und nachtfüllenden Lärm anrückten.

Zum Glück kam niemand zu Schaden und auch unser Schlafgemach überlebte, denn als Übeltäter konnte ein schmorender Trafo identifiziert und vernichtet werden.

Jedoch rauchte es nicht nur im Haus. Auch unsere Köpfe rauchten bei all den Vorträgen und Workshops, die es beinahe nonstop gab: Vom Einführungsworkshop zur Homöopathie, über Vorträge zum Forumsthema „Impfen“ bis hin zu verschiedenen Workshops mit Bachblüten, Massage, Repertorisation und Wassergeheimnissen. An mancher Stelle kam es wohl zum Staunen über das Unfassbare, an anderer zur Frage, ob das Gesundheitswesen eigentlich wirklich Interesse an der Gesundheit unsereins hat und wieder an anderer zur Dankbarkeit über den Reichtum, die uns die Homöopathie schenkt.

Klaus Hartmann, ehemaliger Mitarbeiter des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) stellte umfassend die Arbeit des PEI dar, die Verfahrensweisen bei Studien sowie den Umgang mit Impferfahrungen und -folgen. Obwohl der Überblick sehr sachlich und nicht forcierend erfolgte, wurde uns das erbärmliche Spiel der Pharmaindustrie ziemlich schnell bewusst…

Ulrich Koch, Arzt für Psychiatrie und Homöopathie vervollständigte schließlich das Bild noch auf detaillierte Weise und fand Erklärungsansätze im Menschen- und Krankheitsbild.

Abgerundet wurde das Wochenende von Dr. Beate Stock-Schröer, die uns Studien zum Impfverhalten von Homöopathen, Anthroposophen und Schulmedizinern vorstellte.

All das zeigte uns an diesem Wochenende, dass die Impffrage keinesfalls einseitig und einfach zu beantworten ist. Zudem sind nach aktueller Studienlage Homöopathen nicht automatisch Impfgegner, wenngleich die Strategien und Verfahrensweisen der Impfkonzerne höchst fragwürdig erscheinen und viele Homöopathen eine sehr differenzierte Einstellung zum Impfen haben. Das Thema ist vielmehr sehr vielschichtig und es gibt viele Fragen, die unbeantwortet sind, sowie möglicherweise auch immer unbeantwortet bleiben werden.

Zusammenfassend ist also zu sagen, dass wir wieder ein unvergessliches und lehrreiches Wochenende im Haus am Turm hatten, von welchem wir hoffen, dass es noch viele weitere geben wird.

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